Interview des iranischen Fernsehens |

Interview am Hafez-Grab

Zu einer Reise nach Shiraz gehört es auch, den Dichtergräbern von Hafez und Saadi einen Besuch abzustatten. Am Grab von Hafez wurden wir um ein Interview des iranischen Fernsehens gebeten. Zentrale Frage natürlich: Was bringt eine deutsche Reisegruppe in den Iran, nach Shiraz, an das Grab von Hafez? Natürlich die Begeisterung für persische Poesie in einem Land, das auch wegen seiner zahlreichen, beeindruckenden Kulturschätze und wegen der Freundlichkeit seiner Menschen eine Reise wert ist. Zu Hafez haben wir Deutsche - aufgrund von Goethes Begeisterung für ihn - eine besondere Beziehung. Goethe hätte sicherlich an unserer Reise mit Begeisterung teilgenommen. Er ging - für seine Zeit absolut ungewöhnlich - so weit, sich mit dem Persischen zu beschäftigen bis hin zu eigenen kalligraphischen Übungen. Und seine einleitenden Worte im West-Östlichen Diwan :

Wer sich selbst und andere kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen.

klingen geradezu prophetisch für unsere heutige globale Zeit. Zu Hafez fühlt er sich besonders hingezogen:

Und mag die ganze Welt versinken,
Hafis, mit dir, mit dir allein
Will ich wetteifern! Lust und Pein
Sei uns, den Zwillingen, gemein!
Wie du zu lieben und zu trinken,
Das soll mein Stolz, mein Leben sein.
(aus dem West-Östlichen Divan von J. W. v. Goethe)

Für uns ein Grund, immer wieder nach Shiraz und an Hafez Grab zu kommen.

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