Silvester auf Gutsherrenart - in Estland |

Auf einer Winterreise nach Estland entstand vor einigen Jahren die Idee, Silvester auf einem der alten Adelsgüter im Lahemaa-Nationalpark zu feiern - in diesem Winter haben wir es endlich hinbekommen, in einer netten Gruppe, die sich auf die "Entschleunigung", die eine solche Zeitreise mit sich bringt, eingelassen haben. Die Tage sind kurz, laden zum Lesen am Kamin ein, bei einem Glögg*), einem estnischen Wodka oder einem Tee vom Samowar - und zu zahlreichen Gesprächen. Silvester gefeiert wurde gemeinsam mit den Esten, die dafür extra aus Tallinn kamen - mit einem ausgiebigen Diner, mit Tanz und Musik. Zum Programm gehörten - natürlich - Wanderungen, eine Kutschfahrt und die Erkundung des Nationalparks. Und selbstverständlich stand auch Tallinn, die Hauptstadt Estlands, auf dem Programm: eine historische Altstadt vom feinsten, mit dem Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz. Die Sängerwiese war kurzerhand zum Rodelparadies umfunktioniert worden. Und mit dem Schloss Katharinenthal gab es schließlich noch etwas "zaristischen Glanz" - bis St. Petersburg ist es schließlich nicht weit ...

*) ein einfaches Rezept: heisser Apfelsaft (natürlich von estnischen Äpfeln) mit einem guten Schuss estnischen Wodkas und ggf. etwas Honig zum Süßen.

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Kommentar von Harald Witte |

Herzlichen Dank für die DVD mit den schönen Fotos und vor allem auch mit dem tollen Gesang auf der Sängerwiese!
Estland hat nun einen Platz in unseren Herzen und Denken gefunden. Wir haben schon viel über diese schöne Reise erzählt. Das Schöne an Ihren Reisen ist der ganzheitliche Ansatz: Geschichte. Sprache, Kultur, Landschaft und persönliche Begegnungen machen das besuchte Land lebendig.
Zum ersten Mal habe ich Bewohner eines kleinen Landes beneidet: Sie machen keine Kriege, bewahren ihre Natur und Kultur, bilden ein Wir-Gefühl, sind weder überheblich noch unterwürfig, versuchen mit allen gut auszukommen und sind stolz auf ihre Freiheit....
Wäre ich kein Deutscher, würde ich gern Este sein!
Liebe Grüße von Ursula und Harald Witte