Der literarische Norden - Schleswig Holstein |

Einen Jahrhundertsommer hatten wir nicht dieses Jahr, aber eine traumhafte Sommerwoche im Norden unseres Landes. Lübeck lädt ein, in seine Geschichte des 19. Jahrhunderts einzutauchen - mit den Buddenbrooks, mit dem Besuch von alten Kaufmannshäusern, und mit einem Blick auf all das, was auch damals schon (oder noch?) da war: die Kirchen mit ihren sieben Türmen, das Spital, Holstentor und Speicher. Und dann als Kontrapunkt das grafische Werk und natürlich die Literatur von Grass - mit der aktuellen Ausstellung im Günter-Grass-Haus. Am Abend Dichterlesung in Doris Runges Weissem Haus in Cismar: Sigrid Damm referiert über Goethe und Frau von Stein - also ganz nah an unseren Literaturreisen nach Weimar, Marienbad, Sizilien. Haithabu ändert unseren Blick auf die Wikinger - sie waren nicht (nur) Raufbolde, sondern versierte Kaufleute und Handwerker. Die Moorfunde in Gottorf zeigen, dass der Welthandel schon damals blühte.

Bei so strahlendem Wetter will Husum so gar nicht grau am grauen Meer erscheinen. Bei Ausflügen nach Seebüll zu Noldes Garten und Atelier, auf Hallig Hooge zur Halligschreiberin Judith Arlt und nach Eiderstedt zeigt sich die Westküste von ihrer besten Seite. 

Die Reise klang aus in Hamburg - mit dem Harbour Front Literaturfestival und einem Besuch des Literaturhauses, in vieler Hinsicht die Brücke zwischen Leserschaft und Autoren, wie dessen Leiter, Prof. Moritz, erläuterte. 

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