Whisky-Tasting vom Feinsten |

Der Frühling in Schottland ist herrlich: das Gelb des Stechginsters kontrastiert mit dem Blau der Glockenblumen. Die Rhododendren liefern rote, orange, gelbe, violette Farbtupfer. Eine ideale Zeit, um Schottland zu bereisen, seine Sehenswürdigkeiten zu geniessen, seine Spezialitäten: Whisky und Haggis zu verkosten. 

Zwar ist das Wetter in Schottland nicht immer stabil (ein wenig Understatement schwingt da mit), aber es gibt Tage voller Sonnenschein, durchaus warm - nur das Baden ist wohl für die meisten von uns etwas kühl. 

Whisky ist auf Islay (und auch im übrigen Schottland) ein Muss - die probierten Single Malts zeigen eine beeindruckende Geschmackpalette - von den rauchigen Ardbegs und Laphroaigs bis zu den ungetorften Typen von Glengoyne, Arran und Auchentoshan. Die Einführungen in die Spezifika der jeweiligen Brennereien und in ihr Lagerkonzept, meist durch die Distillery Managers, waren ausgesprochen informativ - der Einfluß auf den Spirit wie die dann gereiften Whiskies ist beeindruckend. Und jeder erneute Besuch bei einer Brennerei bringt zusätzliche Eindrücke. Es wird daher auch im nächsten Jahr wieder eine besondere Whisky-Reise mit Werner Obalski geben. Bitte merken Sie sich bei Interesse für die "Islay-Route" die letzte Juniwoche 2015 vor. Wir merken Sie auch gerne auf Wunsch vor.

Aber nicht nur für die Whisky-Enthusiasten wird gesorgt: neben den Schlössern und Burgen der Region stehen Hochkreuze, Wollwebereien, Relikte aus der Steinzeit, lokale Parfums und Spezialitäten der Region - Haggis, Käse, Meeresfrüchte - auf dem Programm. Schottland ist auch in dieser Beziehung ein Land zum Geniessen. 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Dr. Peter Itzel |

Diese Reise war etwas ganz Besonderes : blendend organisiert - faszinierende Insellandschaft im Westen von Schottland und ... sogar reichlich Tage mit Sonne ! Die Mischung zwischen Kultur (u.a. Hochkreuze, Steinkreise, Kirchen, Schlösser und Städte (Edinburgh) und Whisky war stimmig und durchdacht. So konnten wir zahlreiche Brennereien auf Islay, Arran und dem "Festland" intensiv besichtigen, den jeweiligen Whisky testen und hatten dank der ganz vorzüglichen und kompetenten Begleitung und Führung durch Werner (Obalski - bekannt als Journalist durch zahlreiche Veröffentlichungen im Whisky- und Spirituosenbereich) und Jürgen (Dr. Lingnau - Chemiker) die wohl einmalige Gelegenheit, auch abseits von normalen "Touristenführungen" hinter die Kulissen zu sehen. Dabei war ersichtlich, dass unsere Reiseleitung durch ihre Kompetenz uns hochrangige und umfassend auskunftsfreudige Gesprächspartner (General Manager, Master Blender usw.) in den Brennereien vermitteln konnte und wir so einigen der Geheimnisse der Whisky-Herstellung (u.a. Art und Aufbereitung der Gerste und verwendeten Hefen, Ausbildung des Destillierungsvorganges - Dauer, Rücklauf usw., Lagerung, Fasskunde) uns doch nähern konnten. Und das Ganze fand in grandioser Urlaubsstimmung, in herrlicher Landschaft statt. Diese Woche in Schottland sollte jeder Schottland- und Whiskyliebhaber sich einmal gönnen !

Kommentar von Michael Baumert |

Schon am ersten Tag umfing uns in den alten grauen Gemäuern Edinburghs der Zauber Schottlands mit schottischer Musik und einem ersten Eindruck von „Whisky Experience“.
Die Lowland-Destille Auchentoshan bereitete uns mit ihren mehr milden Destillaten ideal auf die kommenden Tage vor. Bei der Fahrt nach Westen an Loch Lomond vorbei leuchteten die tiefblauen „Scottish Bluebells“ (atlantisches Hasenglöckchen) im klaren Licht der Frühlingssonne an den kahlen Berghängen. Verschwenderisch blühende Wiesen und Hecken umgaben das romantische Inveraray Castle. Dann schifften wir uns auf der Fähre nach Islay ein. Immer wieder durchbrach die Nachmittagsonne die düstere Wolkendecke und ließ das Meer und die Berge der umliegenden Inseln intensiv aufleuchten.
Der Duft von Tang, Meer und Torffeuer füllten unsere Nasen ebenso wie die Gerüche der großen Whiskylegenden Ardbeg, Bowmore, Bunnahabhain, Kilchoman, Laphroig und Lagavulin. Später kamen dazu die Aran-Destillerie und Glengoyne. Dank der Bekanntschaft unseres Whiskykundlers Werner Obalski mit vielen der Destilleriemanager gerieten die Besuche sehr individuell und persönlich. Jürgen Lingnaus berufliche Vergangenheit als Destillator führte zu spannenden Diskussionen mit den Brennern und beim abendlichen Bier.
Mir machten neben den Whiskyproben besonders die vielen Fotomotive große Freude: die handwerklichen Gerätschaften der doch sehr unterschiedlichen Destillerien, die Robben auf den Felsen bei Bowmore, die mit zentimeterdickem Moos bedeckten Bäume, die Kirchenruinen beim keltischen Kildalton Cross, die alte Wool Mill wo Tartans für Filme wie Rob Roy auf den historischen Maschinen gewebt wurden und werden, die Schnepfen und neugeborenen Lämmern und die prähistorischen Stones Circles im Machrie Moor auf der Insel Aran.
Ausnahmslos hervorragendes Mahlzeiten in gemütlichen Hotels rundeten die Tage ab. Abends gab es z.B. Haggis in vielen Variationen oder frisch gefangen Hummer oder Jakobsmuscheln und morgens warme geräucherte Heringe, auf Wunsch aber auch alles im „continental Style“. Und oft fand sich dann noch irgendwo ein Pub mit Live-Musik.
Für mich war das Entspannung pur mit vielen Anregungen für Auge, Nase und Mund.
Organisiert war das alles perfekt - ein großes Lob dem Veranstalter! Das wird nicht meine letzte Reise mit linguacultura bleiben.