Lingua & Cultura Tours - Newsletter:
So nah und doch so unbekannt: Albanien
9. bis 16.6.2018

5/2018


Einst gehörte Albanien wie selbstverständlich zur Welt des Mittelmeers: die Verbindung Bari - Durres war Teil der Via Appia und Via Egnatia, die Rom mit Konstantinopel verbanden. Octavian studierte hier, Cicero war zu Gast, Diocletian war illyrischer Abstammung. Das Nationalmuseum zeigt viel von der auch jüngeren Geschichte - das Mosaik über dem Eingang (s.o.) weist auf die lange Geschichte des Landes hin. Apollonia (Abb.) und Butrint verdeutlichen das griechisch-römische Erbe.


Unser Newsletter vom 30.4.17 beschäftigt sich mit anderen Facetten Albaniens. 

Dies endete mit den Eroberungszügen der Türken, denen die Albaner unter Skanderbeg lange Widerstand leisteten. Erst 1912 wurde Albanien unabhängig, geriet aber rasch in den Fokus des benachbarten Italien. Die neue Hauptstadt Tirana wurde im Stil des Razionalismo errichtet, erinnert an den Stadtteil EUR in Rom. 1939 wurde Albanien von italienischen Truppen erobert - nach der Kapitulation Italiens 1943 besetzte die Wehrmacht Albanien.


1945 verschwand Albanien hinter einem Eisernen Vorhang, der dichter war als im übrigen Europa. Enver Hoxha litt unter der Psychose, dass Albanien angegriffen würde und ließ - so heißt es - 750.000 Bunker bauen. Auf dem Bild sind etwa 20 auf dem Hang gut getarnt eher nicht zu erkennen. Der Bau wurde mit einer katastrophalen Armut der Bevölkerung erkauft. Und heute wird man die Bunker nicht mehr los. Man macht das Beste daraus und widmet sie um, z. B. in eine runde Bar in einem der von uns besuchten Hotels.


Alle kennen die Geschichte der Deutschen Botschaft in Prag 1989. Kaum bekannt ist ein ähnlicher Sturm auf die Deutsche Botschaft in Tirana 1990, die letztlich zum Sturz des kommu­nistischen Regimes führte. Heute engagiert sich Deutschland mit Projekten zum Umweltschutz und zur Arbeitsplatz­entwicklung, auch um die Zahl der Wirtschaft­flüchtlinge zu reduzieren. Wir haben regelmäßig einen Professor der Wirtschafts­wissenschaften als Gesprächspartner, um mehr über die Lage im Land zu erfahren.


Schon das Plakat des "Deutschen Oktober" zeigt: die albanische Sprache ist uns fremd, es gibt kaum Assoziationen zu uns gewohnteren Sprachen. Albanisch ist eine sehr alte Sprache. Wenn Sie mehr erfahren wollen, lesen Sie bitte auf unserer Website nach.


Der Balkan wurde früh christianisiert - von hier erfolgte die Missionierung des slawischen Ostens. Und: hier wurde Kunstgeschichte geschrieben. In Ohrid im heutigen Mazedonien entstanden wenige Jahre vor Giotto Fresken, die als sehr modern und ausdrucksstark gelten. Wir werden Ohrid am landschaftlich schön gelegenen gleichnamigen See besuchen.


Eigentlich wollte Enver Hoxha alle Ikonen vernichten. Glücklicherweise haben französische Diplomaten ihn davon abgebracht. Lange versteckt werden sie heute in einem ganz neuen Museum in Korca (Bild) und in der Kathedrale von Berat gezeigt. Nach einer Ausstellung in München engagiert sich Deutschland mit Expertise und Geld an der Erhaltung dieser einmaligen Ikonen.


Wir werden oft gefragt, wie es mit den Hotels in Albanien aussieht. Wenn man die richtige Hotelkategorie nimmt: ziemlich gut. Das Geld der Exilalbaner wird hier angelegt, denn man sieht das Potential des Landes mit seinen langen Sandstränden.

Und es hat einfach etwas, mit dem Blick auf das Meer, auf das nahe Korfu den Sonnenuntergang zu betrachten. Um dann direkt am Meer die albanische Küche und den albanischen Wein zu genießen. Freuen Sie sich darauf!


Eine kleine Kostprobe vorweg zum selbst Ausprobieren - das Rezept stammt von einer albanischen Köchin aus der Oberstadt von Berat: Fergese Tirane. Man nehme 2 Zwiebeln, 7 farbige Paprika, schneide sie klein und brate sie in der Pfanne an. Hinzu kommen gewürfelte Tomaten, Salz, Pfeffer, scharfes Paprikapulver, ein Ei, drei Löffel Quark, Knoblauch und Petersilie. Man mische alles und kocht 5 min. Guten Appetit - das Original können Sie auf der Reise in Berat genießen.  


Wir fahren seit 5 Jahren regelmäßig nach Albanien - und sind begeistert. Man sieht die Entwicklung - und entdeckt jedes Mal etwas Neues. Weder die Sicherheit noch die Sprache stellen ein Problem dar. Im Gegenteil: die Albaner sind sehr freundlich und hilfsbereit - und sprechen z. T. deutsch, oft englisch. Die Reisedaten: 9.-16.6.2018. Wir haben diese Reise bewußt so konzipiert, das nur ein Hotelwechsel erforderlich wird. Wir übernachten in Saranda (im Süden, vis-a-vis zu Korfu mit einem Ausflug dorthin) und in Durres am Meer in der Nähe von Tirana und dem Flughafen.

Detaillierte Informationen senden wir Ihnen gerne zu - wir beantworten Ihre Fragen aber auch gerne am Telefon: 06131 986345.


Mit herzlichen Grüßen aus Mainz

Renate und Juergen Lingnau und Team


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Quellen der Abbildungen: LCTours, Pudelek|commons, Saliko|commons, LCTours, Deutsche Botschaft Tirana, New York Times, LCTours(2), Hotel Jaroal (2), acrossthelana.
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