Mit Flüchtlingen im Taunus |

Dabei waren Familien mit kleinen und Schulkindern, aber auch einige etwas ältere Jugendliche und einige Erwachsene aus Afghanistan, Azerbaijan, dem Irak, dem Iran und Syrien. Entsprechend vielfältig war das Sprachengewirr, dass von den Dolmetschern des MHD gekonnt überbrückt wurde. Für Flüchtlinge war es ein herrlicher Tag im Grünen, einmal Herauskommen aus der doch eher tristen Atmosphäre der Notunterkunft, der ehemaligen Peter-Jordan-Schule am Hartenberg. Im Hessenpark wurde gezeigt, wie Deutschland vor nur wenigen Generationen aussah: landwirtschaftlich geprägt, mit dörflichen Strukturen, auch ein Land der Emigration. Für die Kinder war es herrlich, herumzutollen und die Tiere zu bestaunen. Ein Picknick war – dank vieler helfender Hände – schnell vorbereitet. Die zweite Station, die Saalburg, verwies auf ein Kapitel gemeinsamer Geschichte – das römische Reich ging bis in den heutigen Irak – und hat auch den damaligen Iran, die Parther und Sassaniden, erheblich geprägt. So war z. B. bei Friedberg in römischer Zeit eine syrische Einheit stationiert. Zwei junge Flüchtlinge „schlüpften“ in die Rolle der römischen Soldaten – und erfuhren viel über die Vor- und Nachteile des damaligen Soldatenlebens. Und auf der Fahrt bestand genügend Gelegenheit, das eine oder andere über Deutschland zu erzählen. Zurück in Mainz gab es ein Lächeln und eine Danke der vielen Mitfahrenden, den ich gerne an die weitergebe, die uns geholfen haben, diesen Tag zu ermöglichen: den Hessenpark, das Saalburg-Museum, Omnibus-Lehr, die den Bus stellten, und an den MHD und seine Helfer. Für uns – als Reiseveranstalter – war es die Gelegenheit, etwas von der herzlichen Gastfreundschaft, die wir in diesen Ländern erfahren durften, zurückzugeben. 

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