Berlin und Potsdam - mit Wolfgang Thierse - 6.-10.10.2021

Berlin Brandenburger Tor

Russland - zu keinem unserer im weiteren Sinne Nachbarn ist das Verhältnis so von Höhen und Tiefen geprägt. Und gerade hier unterscheiden sich die Erfahrungen der Menschen in den neuen Bundesländern und der alten Bundesrepublik. Da gibt es die wechselseitige Bewunderung der Kultur: im Bereich der Musik, der Literatur. Und die Schwierigkeit im politischen Mit- und Gegeneinander, das im letzten Jahrhundert zu zwei verheerenden Kriegen führte, in denen die Mitmenschlichkeit weitgehend auf der Strecke blieb. Es gibt die positive Rolle, die Russland bei der Wiedervereinigung spielte - und die  Reserviertheit, ja Spannungen im heutigen Verhältnis der Regierungen. Beruhigend, dass es immer wieder Menschen gibt, die versuchen, die jeweils andere Seite zu verstehen, was ja nicht heißen muss, dass man der anderen Seite recht gibt. Wichtig ist, dass man über kritische Fragen im Gespräch bleibt und man kooperative Ansätze findet. Dazu gehört auch, mehr voneinander zu wissen. Und wo lässt sich dies besser erreichen, als vor Ort, in Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Wolfgang Thierse wird uns dabei aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen Brücken bauen.

Da derzeit die geplante Reise nach Russland im Sept. 2020 nicht möglich ist und erst im Sept. 2022 (hoffentlich) stattfinden kann, haben wir uns entschlossen ein verlängertes Wochenende in Potsdam und Berlin dem Thema zu widmen. Auf dem Programm stehen Potsdam mit dem russischen Dörfchen Alexandrowka, dem Schloss Cecilienhof mit den Parks, Karlshorst, die Museumsinsel. Details, auch die Gesprächspartner sind derzeit noch in Vorbereitung.