Das Jüdische Berlin - 17.-21.05.2023

Neue Synagoge Berlin - foto: bitpics | depositphotos

Seit 1700 Jahren leben Juden in Deutschland, seit 350 Jahren in Berlin. Der Große Kurfürst hatte sie aus Wien übersiedeln lassen. Dennoch: ein unsicheres Leben voller Repressalien und immer von Ausweisung bedroht. Daraus hat sich eine erstaunliche Entwicklung ergeben, die in den 1930er Jahren ein abruptes, grausames Ende fand. Dazwischen liegen Jahre einer sich entwickelnden, aber nie vollständigen Emanzipation. Mit einer erstaunlichen Liste namhafter Persönlichkeiten. Moses Mendelssohn als großer Philosoph der Aufklärung, auch der jüdischen Aufklärung. Rahel Varnhagen steht für die Tradition jüdischer Salons, Max Liebermann für die zahlreichen jüdischen Künstler. Einem Mäzen wie James Simon ist es zu verdanken, dass Amarna ausgegraben wurde und die berühmte Statue der Nofretete ihren Weg nach Berlin fand. Gerson Bleichröder finanzierte Bismarcks Einführung der Sozialversicherung. Rathenau war Chef der AEG und Außenminister zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Große Kaufhäuser wurden entwickelt von Hermann Tietz ("Hertie") und Adolf Jandorf (KaDeWe). Zahlreiche jüdische Soldaten dienten im 1. Weltkrieg, wurden hochdekoriert, starben. Und dann das Unfassliche, die Ausgrenzung, Schikanierung und schließlich Deportation und Tod ab 1933.

Heute gibt es wieder jüdisches Leben in Berlin, aber es ist anders, kann nicht an die gewachsenen Traditionen vor 1933 anknüpfen. Und es ist erschreckend, dass auch heute Antisemitismus in Deutschland wieder zum Problem wird.

Auf unserer Reise nach Berlin wollen wir die verschiedenen Facetten des "jüdischen Berlin" kennenlernen, und wollen auch mit heutigen Vertretern des Judentums ins Gespräch kommen. Details entstehen derzeit. Wir halten Sie auf Wunsch gerne informiert.